Gruppenfotos bei der Hochzeit
Ein Foto mit allen, eins mit den Eltern, eins mit den Trauzeugen: Für viele gehören Gruppenfotos zur Hochzeit. Sie müssen aber nicht den halben Empfang füllen. Eine kurze Liste und eine Person, die die Gäste kennt, machen den Unterschied.
Welche Gruppen sind euch wirklich wichtig?
Schreibt vor dem Hochzeitstag auf, welche Bilder ihr später gern haben möchtet. Meist reichen wenige feste Konstellationen: alle Gäste, die engste Familie, Trauzeugen und ein paar Menschen, die euch besonders nahestehen. Alles andere darf sich auch spontan ergeben.
Schreibt bei Familienbildern lieber Namen dazu als nur „Familie“. So ist klar, ob Partner und Kinder mit aufs Bild sollen und ob ihr eine Aufnahme mit den Eltern gemeinsam oder einzeln möchtet. Das ist gerade dann hilfreich, wenn Familienverhältnisse kompliziert sind. Die Liste ist für uns, nicht für die Gäste – sie muss also nicht schön aussehen, nur eindeutig sein.
Wann passt es in den Tag?
Das Bild mit allen Gästen klappt oft gut nach der Trauung und den Gratulationen. Dann sind die meisten noch beisammen. Wenn Trauung und Feier an verschiedenen Orten stattfinden, suchen wir einen Zeitpunkt, der zu eurem Ablauf passt. Ein starres „so macht man das“ gibt es nicht.
Bei den kleineren Gruppen nehme ich Menschen mit kleinen Kindern oder diejenigen, die nicht lange stehen können, möglichst früh dran. Danach können die übrigen Fotos folgen. Und wenn Regen aufzieht oder jemand noch unterwegs ist, sortieren wir kurz um.
Wer holt die nächsten Gäste?
Bestimmt eine Person aus Familie oder Freundeskreis, die viele Gäste kennt und die Liste in der Hand hat. Während ich die aktuelle Gruppe fotografiere, kann sie schon die nächste zusammensuchen. Ihr müsst dann nicht selbst über das Gelände laufen und Namen rufen.
Den Platz und das Licht schaue ich mir vor Ort an. Ein bisschen Raum zum Aufstellen und möglichst gleichmäßiges Licht helfen mehr als eine aufwendige Kulisse. Wenn euch ein bestimmter Ort wichtig ist, sagt es mir vorher.
Klassisch oder locker? Beides geht.
Ein Bild, auf dem alle gut zu sehen sind und in die Kamera schauen, ist oft genau das Richtige. Bei kleineren Gruppen darf es danach lockerer werden. Ihr könnt an einer Stelle bleiben, die Gäste kommen nacheinander dazu, und wir machen neben dem ruhigen Foto noch eins mit etwas Bewegung oder Quatsch – wenn das zu euch passt.
Mein Rat: Plant die Menschen, die euch wichtig sind. Nicht jede mögliche Kombination. Dann bleibt mehr Zeit für eure Gäste und die Bilder, die nebenbei entstehen. Mehr darüber, wie ich an einem Hochzeitstag arbeite, findet ihr auf der Seite zur Hochzeitsfotografie.